» Ein Sportverein entsteht

 

ERSTE BEMÜHUNGEN UM EINEN TURN- UND SPORTVEREIN

 

 

-Die Zeit auf dem Waldsportplatz-

Bereits Anfang September 1929, also rund zwanzig Jahre vor der eigentlichen Gründung unseres Sportvereins, konstituierte sich in der Gemeinde ein Ausschuss zur Bildung eines Turn- und Sportvereins, der unter der Federführung von Rudolf Kirchhofer und Wilhelm Kastner (Schriftführer) vom Gemeinderat die Bereitstellung eines geeigneten Geländes zur Errichtung eines Turn- und Sportplatzes forderte, um der sportlich interessierten Bevölkerung und ganz besonders der Jugend Oberotterbachs Gelegenheit zur Ausübung verschiedener Sportarten zu geben.
In diesem Gesuch klagte man auch darüber, dass in wesentlich kleineren Gemeinden aus volksgesundheitlichen Gründen längst die Möglichkeit bestünde sich sportlich zu betätigen.Außerdem sei die Bewilligung des Gesuchs auch eine Voraussetzung dafür "einen großen Teil der Jugend von dem jetzt üblichen Wirtshausbesuch abzuhalten".
Zunächst wurde die Entscheidung über das Gesuch auf das Frühjahr 1930 zurückgestellt.Mit Hilfe der Gemeinde und vor allem Notstandsarbeit (Einsatz zahlreicher Arbeitsloser) sowie entsprechender Eigenleistung der Fußballer wurde dann 1934/35 wohl ein kleineres Spielgelände auf der Waldgemarkung Ebenung angelegt. Alle Bäume dieses Waldstückes wurden von Hand gerodet, und die Spielfläche wurde ebenfalls mit Muskelkraft eingeebnet.Der Platz wurde in Ost-Westrichtung angelegt, und die Tore waren aus unbearbeiteten Stangen zusammengenagelt worden. 
1935 kam es dann letztlich zur Gründung eines Vereins für Bewegungsspiele Oberotterbach unter der Führung des Bäckers Rudolf Kirchhofer (1. Vorstand) und Hans Bepplers (2. Vorstand). Der Verein zählte 50 Mitglieder und konnte zwei Mannschaften stellen. Mangels geeigneten Sportgeländes musste man die Spiele aber auswärts austragen. Zu einem regelmäßigen Rundenspielbetrieb kam es nicht.
Im Januar 1936 forderte der Vorstand des VfB Oberotterbach unmissverständlich die Fertigstellung des Sportplatzes, andernfalls drohte man mit der Meldung an den Verband, da zur damaligen Zeit jede Gemeinde über 500 Einwohner (Oberotterbach hatte mehr als 1000 Einwohner) einen Sportplatz vorhalten musste.
Durch den Bau des Westwalles kam der Sportplatz in das System der Heeresbauten zu liegen und konnte folglich nicht mehr genutzt werden. Der Platz diente fortan als Kieslagerplatz.
Die erste Mannschaft wurde aufgelöst.Zahlreiche Jugendfußballer, darunter Willi Dahl, Georg Ledlein, Hermann Schmitt, Karl Sonnendecker und Karl Jacob schlossen sich dem Sportverein Rechtenbach an, der damals über eine äußerst spielstarke Jugendmannschaft verfügte.Der nachfolgende Zweite Weltkrieg mit hohen Verlusten unter den jungen Männern des Dorfes und die mehrmaligen Evakuierungen trugen dazu bei, dass die Fußball sportlichen Aktivitäten schließlich völlig eingestellt wurden.

 


EIN NEUER FUSSBALLVEREIN WIRD GEGRÜNDE

 

 

Schon bald nach der Überwindung der gröbsten Probleme in den schwierigen Nachkriegsjahren regte sich auch in Oberotterbach bei immer mehr jungen Menschen der Wunsch nach einem eigenen Fußballverein im Ort. Einige Spieler waren bereits schon wieder mehrere Jahre aktiv in den Mannschaften der Nachbarvereine, so dass letztlich junge Männer um Karl Sonnendecker, Hermann Döbling, Nikolaus Reinhard, Otto Hüther, Hans Speyrer, Richard Speyerer, Ewald Schuster, Rudi Dreyer, Ernst Sonnendecker, Erich Kompalla und andere scharten um einen neuen Sportverein zu gründen.
Am 9. März 1950 wurde der Sportverein Oberotterbach im Gasthaus zum Ochsen(Hugo Beck) im Rotackerweg aus der Taufe gehoben."Zweck des Vereins ist die Pflege des Fußballspiels und dadurch Förderung körperlicher und sittlicher Bildung sowie Verwertung der erlangten Tüchtigkeit im bürgerlichen Leben", steht im Artikel zwei der Gründungssatzung.Die Aufnahmegebühr setzte man auf 2.00 DM und den Monatsbeitrag auf 0.30 DM fest. Zum 1. Vorsitzenden wählte die Gründungsversammlung den Land- und Gastwirt Hugo Beck und zu seinem Stellvertreter den Bauunternehmer Johannes Pfeiffer. Rechner wurde Nikolaus Reinhard und Rudi Gütermann übernahm die Funktion des Schriftführers.
In nur knapp drei Monaten restaurierte man den Waldsportplatz auf der Ebenung.Der in den Kriegsjahren gewachsene Wildwuchs und Kiesreste mussten entfernt werden. Die Spielfläche war neu einzuebnen . Außerdem wurde der Platz jetzt in Nord-Süd-Richtung orientiert. So konnte am Pfingstmontag das erste Spiel des noch jungen Vereins, eine Freundschaftsbegegnung gegen eine Mannschaft aus Ebertsheim bei Grünstadt (Heimatort von Nikolaus Reinhard), ausgetragen werden. Es muss vom Ergebnis her wohl nicht positiv ausgefallen sein, Augenzeugen sprechen von einer deftigen Niederlage, aber ganz so schlimm wie bei der 16:2 Niederlage wenig später gegen Dörrenbach war es bestimmt nicht.
Die erste Mannschaft des SV OberotterbachBereits ein Jahr später reisten die Otterbacher nach Ebertsheim zum Rückspiel und marschierten dort gleich mit der Otterbacher Tanzkapelle PANAMA ein. Teilnehmer an dieser Reise schwärmen noch heute von der tollen Stimmung, als am Abend die Otterbacher Musiker in Ebertsheim zum Tanz aufspielten. Den wohl ersten Sieg und dies gleich verbunden mit dem Gewinn eines Pokals gab es in der Spielzeit 1950/51 beim Pokalturnier in Scheibenhardt. Ab 1951 nahmen die Mannschaften des SVO am regelmäßigen Rundenspielbetrieb teil.
Ein Mann für alle Fälle war Rudi Dreyer. In der Mannschaft hatte er alle Positionen inne, Vom Torwart bis zum Linksaußen, Spielführer, Mitglied der Vorstandschaft und auch eifriger Helfer beim Bau und Unterhalt des Sportheims beim neuen Sportplatz in den Dierbachwiesen in den siebziger und achtziger Jahren.

 

 

 

 


Die Abbildung zeigt seinen Spielerpass mit der Nr. 12770 aus dem Jahre 1950 (Spielberechtigung ab dem 28. 9.50)
 

 

 

 

aktive Mannschaften aus den Gründerjahren:

v.l.n.r. stehend: 
Wilhelm Schmitz, Werner Peter, ? ,Hans Speyerer, Hugo Oerther, Ewald Schuster, Karl Sonnendecker, Hermann Kastner;
sitzend: 
Jentsch, ?, Ernst Sonnendecker

 

 

 

 



v.l.n.r.(stehend): 
Ernst Sonnendecker, Rudi Dreyer,?, Hans Speyrer, Richard Speyerer.(kniend): H.Westphal, Otto Hüther, Karl Sonnendecker, 
(sitzend): 
Erwin Meyer, Hermann Kastner, Edmund Lackenbauer

Die Jugendlichen halten das Fähnlein hoch
Nach einem mehr oder weniger schwierigen Start des jungen Sportvereins kam es dann schon 1954/55 zu einer ersten ernsthaften Krise. Mangels aktiver Fußballer musste die erste Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Nachdem es keine aktiven Mannschaften mehr gab, beteiligte sich ab dem Frühjahr 1956 eine Jugendmannschaft am Rundenspielbetrieb. Bei der Generalversammlung im Gasthaus zur Krone trat der gesamte Vorstand zurück. Die Auflösung des Vereins rückte in den Bereich des Möglichen. Trotzdem bildete sich in dieser Notlage ein neuer Vorstand um Karl Paul. Das Interesse der Mitglieder am Sportverein war bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 1956 so gering, dass die anberaumte Versammlung wegen Beschlussunfähigkeit wieder abgesetzt werden musste. Im Berichtszeitraum 1956/58 zählte der Verein 110 Mitglieder, darunter aber nur 14 aktive Fußballer und 11 Jugendfußballer.
Im Sommer 57 beteiligten sich wieder eine aktive Mannschaft an zwei Pokalturnieren in Gleishorbach und in Dörrenbach und eine Jugendmannschaft an einem Pokalturnier in Erlenbach. Im Dezember 1956 hatte der Verein seine Krise überwunden. Adolf Dahl übernahm als 1. Vorsitzender die Vereinsführung, Eugen Thalmann stand ihm als 2. Vorsitzender zur Seite. Gustav Schelske legte damals als erster Schriftführer ein Protokollbuch an, auf das nun heute zurückgegriffen werden kann. Adolf Dahl sollte den Verein gut vierzehn Jahre lang bis zur Jahreshauptversammlung im März 1971 führen.
Wohl zu regen Anteil nahmen einige Mitglieder am Vereinsleben während der Generalversammlung am 8. Mai 1959 im "Gasthaus zur Guttenburg" (Daum). Jedenfalls, so schrieb Schriftführer Richard Kainzbauer ins Protokollbuch, kam es zu "unschönen Szenen" wegen eines "heruntergeschlagenen kleinen Schaukastens, welche zum Teil sogar noch auf der Straße ihren Fortgang nahmen". Die neu gewählte Vorstandschaft "zeigte nach diesen Vorkommnissen wenig Neigung "die Verteilung der einzelnen Funktionen vorzunehmen" und die Generalversammlung löste sich auf. Bereits am 23. Mai kam es dann doch zur Bildung eines funktionstüchtigen Vorstandes. 1960 zählte man 120 Mitglieder, davon 26 Aktive und 14 Jugendspieler. Es wurden eine 1. und eine 2. Mannschaft sowie eine Jugendmannschaft gemeldet.
Während bei den Aktiven Sieg und Niederlage sich etwa die Waage hielten, verbuchte die Jugendmannschaft in der gesamten Vorrunde und einem Spiel der Rückrunde nur 6 Pluspunkte, weshalb sich "ein Teil der Spieler weigerte, weiterhin am Verbandsspielbetrieb teilzunehmen und die Mannschaft abgemeldet werden musste", so der Chronist. Im Rahmen der Generalversammlung des Jahres 1960 wurde erstmals über den beabsichtigten Geländeerwerb der Gemeinde für einen neuen Rasensportplatz in den Dierbachwiesen berichtet. Das gesellige Leben im Verein hatte neben der rein sportlichen Betätigung immer noch einen sehr großen Stellenwert. So fand zum Beispiel anlässlich des Jubiläumssportfestes im Jahre 1961 abends eine "Tanzbelustigung" statt.
1962 veranstaltete man statt eines Vereinsballs (wegen zu großer Belastung beim bevorstehenden Sportplatzneubau) die Durchführung eines bunten Abends unter der Leitung von Gustav Schelske und Eugen Thalmann.

 

 

 

 

Von je her ein Problem stellte die weite Entfernung des Sportplatzes vom Dorf dar.Die Kinder und Jugendlichen der fünfziger und sechziger Jahre kickten fast ausnahmslos auf den Dorfstraßen und manche Fensterscheibe ging dabei zu Bruch. Probleme mit dem Straßenverkehr gab es kaum, denn den Pferde- und Kuhfuhrwerken konnte man immer rechtzeitig ausweichen und die wenigen Traktoren waren von weitem wegen ihrer Lärmentwicklung schon zu erkennen. PKW- und LKW-Verkehr war in unseren Dorfstraßen Mangelware. Manches Spielchen fand auch auf der "Herrenwiese" statt.
1964 erkannte man das Problem eines Trainingsplatzes. Auf dem freien Platz hinter der protestantischen Kirche (Heute Parkplatz beim Gasthaus zur Guttenburg) errichtete man mittels Stangen und Draht einen Schutzzaun in Richtung Kirche. Zwei Lampen wurden als erstes "Flutlicht" in Oberotterbach installiert.
Da das Gelände aber immer noch sehr uneben war, ließ die Gemeinde es mittels Planierraupe einebnen. Der Platz diente dann auch als Schulsportplatz.

 

 

 

DER SV OBEROTTERBACH FINDET EINE ZWEITE HEIMAT

1. Der Bau eines neuen Rasenplatzes

Ein geeignetes Gelände muß her!

In einer Vorstandssitzung am 18.02.1957 wurde beschlossen einen Antrag an die Gemeinde Oberotterbach zu stellen, Gelände bereitzustellen,um einen neuen Sportplatz zu bauen. Allerdings erst im Laufe des Jahres 1958 wurde seitens des Sportvereins dieser Antrag an die Ortsgemeinde eingereicht, ein neues Sportgelände im Rahmen der stattfindenden Flurbereinigung auszuweisen, da der Waldsportplatz zu weit vom Dorf entfernt sei und infrastrukturelle Erschließungsmaßnahmen auch aus Kostengründen ziemlich abwegig erschienen. Die Suche nach einem geeigneten Gelände bereitete in einem sehr stark landwirtschaftlich geprägten Dorf relativ große Schwierigkeiten, da ein geeignetes Gelände, auf das die Bauern und Winzer verzichten wollten, nur schwerlich zu finden war, mit dem auch die damaligen Verantwortlichen des Sportvereins einverstanden waren. Trotz vieler Bemühungen schien eine zufriedenstellende Einigung nicht möglich zu sein, so daß endlich eine ultimative Entscheidungsmöglichkeit angeboten wurde. "Entweder ein Verbleib auf dem steinigen Waldsportplatz oder ein Gelände im Dierbachtal." 1) Dieses als Unland und Wiesen geltende ca 1 ha großes Gelände an der nördlichen Gemarkungsgrenze, wurde selbst von der Gemeindeverwaltung als bedenklich eingestuft bzgl. der Höchstbreite von nur 55 m und der stärkeren Hangneigung, wurde allerdings nach den Gutachten des südwestdeutschen Fußballverbandes und des Kreisvorsitzenden für geeignet befunden. Daraufhin haben sich dann auch die Vereinsverantwortlichen für das vorgesehene Gelände als neuen Sportplatz einverstanden erklärt. So konnte zwar in der Generalversammlung am 5. März 1960 den Mitgliedern über den Erwerb von Gelände für einen neuen Sportplatz berichtet werden, allerdings gab es auch Anlass zur Kritik, da das eigentliche Ziel, bessere Erreichbarkeit vom Dorf und Ortsnähe nur unzureichend erreicht worden ist. Die Gemeinde Oberotterbach erwarb nun das Grundstück Plan-Nr. 4204 in den oberen Dierbachwiesen zu 0,8382 ha im Zuge der Flurbereinigung und verpachtete es am 3.11.1961 auf die Dauer von 99 Jahren an den SV Oberotterbach. Damit hatte der Sportverein ein neues Sportgelände, allerdings die Gründe für die Verlegung waren bei weitem nicht errreicht, die Nachteile sind bis heute noch spürbar.

 

DER SPORTPLATZ WIRD GEBAUT

Nachdem bereits 1960 das Gelände dem Sportverein zugewiesen wurde, begannen am 21. Oktober 1961 die Einebnungsarbeiten mit den Fahrzeugen (2 Lkws und 2 Raupen zum Preis von 4 DM Pro Mann und Stunde + Kraftstoff und Essen in der Gastwirtschaft Brunck) der Fa. Fischer KG Germersheim, die allerdings bald witterungsbedingt unterbrochen werden mussten und erst im kommenden Frühjahr zu Ende gebracht werden konnten.
Zur Finanzierung der umfangreichen Erdarbeiten und der Entwässerung des relativ feuchten Geländes durch eine größere Drainage wurden natürlich wegen der unzureichenden wirtschaftlichen Lage sowohl des Vereines als auch der Gemeinde auch die entsprechenden Zuschüsse des Verbandes und des Sportbundes in Anspruch genommen. Darüberhinaus hat sich der SV Oberotterbach auch verpflichtet, der damals in Oberotterbach noch sich befindenden Volksschule seinen Sportplatz zur Ausübung des Schulsportes zur Verfügung stellen zu wollen. Im Gegenzug hat sich die Bezirksregierung bzw. Die entsprechende Schulbehörde an den Entwässerungskosten beteiligt.
Nachdem sich auch die Gemeinde mit einem Materialkostenzuschuss beteiligte, konnte die umfangreichen Drainagearbeiten begonnen werden. Die schwierigen Planierungsarbeiten (weicher Untergrund, z.T. Auffüllen mit Steingeröll aus dem Oberotterbacher Steinbruch) wurden 1962 unter der Mithilfe und Verantwortlichkeit von R. Kainzbauer und E. Thalmann abgeschlossen werden konnten. Die starken Hangwasseraustritte und die Auffüllungen ließen Teile des Platzes sehr stark aufweichen und machten die umfangreiche Drainagearbeiten erforderlich. Die Längs- und Quergräben zur Entwässerung mußten Großteils von Hand ausgehoben werden, wobei sich laut Protokollbuch "an Sonntagvormittagen haben sich drei Spieler der ersten Mannschaft durch fast alleinigen Einsatz für den Platzbau verdient gemacht: Paul, Helmut, Brunck, Hans und Dahl, Günter" dabei vermittelte letztgenannter auch einen Einsatz eines Drainagebaggers zu einem günstigen Preis. Leider verhinderte ein strenger Winter die Weiterarbeiten, aber auch ein heute um so aktuelleres Problem behinderte die schnelle Fertigstellung: die zu geringe Mithilfe von aktiven und passiven Vereinsmitgliedern.

 

 

Allerdings gerieten die Arbeiten im darauf - folgenden Jahr, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen und den erst jetzt beantragten Zuschüssen ins Stocken, sondern weil die Aktiven des SV Oberotterbach sich erst einen Trainingsplatz hinter der evangelischen Kirche einrichten wollten und dann die Drainagearbeiten fortzusetzen. Nach entsprechender Austrocknung des Geländes und nachdem viele Aktive ihre "terminlichen Schwierigkeiten " überwunden hatten, konnten 1964 die Drainagearbeiten unter maschinellem Einsatz an verschiedenen Wochenenden wieder aufgenommen werden und schließlich im Sommer 1966 mit dem Befüllen der Gräben beendet werden. Das Protokollbuch nennt als hervorzuhebende Hilfe Silvester Kreuz, der als Nichtmitglied die Verlegearbeiten der Rohre fast ganz allein vorgenommen hatte. Das letzte schwierige Stück an der südlichen Böschungslängsseite erledigte unter großen Schwierigkeiten der Bagger der Fa. Linke mit einer Raupe(von Günter Dahl gefahren) gezogen werden musste.
Bei der Befüllung der Gräben halfen auch die Traktoren von Heinz Ebinger und Kurt Nehrer, damit aus dem Gelände en
lich das werden konnte, was es eigentlich sein sollte, ein trockener Fußballplatz. So zogen sich die schwierigen Drainagearbeiten ca. 4 Jahre hin, weil man oftmals mit schlechter Witterung zu kämpfen hatte und wenn zeitweise das Wetter besser war, verhinderte mangelnde Hilfskräfte die Fortführung der Arbeiten. Letztendlich wurden laut Aufstellung eines Kostenvoranschlages ca 850 lfm Drainagerohre unterschiedlicher Stärke erforderlich, die in rund 140 m3 Filterpackung (Rasseln) gelegt werden mussten, deren Materialkosten sich damals auf ca 3500 DM beliefen. Allerdings waren jetzt noch einige Arbeiten erforderlich: So wurde mit Steinbruchschutt überschüttet und mit Mutterboden bedeckt und entsprechend eingeebnet, so dass am 8.7.1968 der Platz mit Rasen von O.Hook, O. Schnörringer und K. Theilmann eingesät werden konnte. Ein Gewitterregen in den nächsten Tagen machte einige Nacharbeiten notwendig, wie auch das Befüllen mit Steinbruchschutt sich rächte, weil mehrmals das Herablesen von kleineren oder größeren Geteinsbrocken, die wieder zutage traten, per Hand mühsam vom Platz herabgelesen werden mussten. Dabei hat man sich der Verpflichtung der Schule wieder erinnert, denn in einigen Sportstunden mussten einige Oberotterbacher Schüler die Ausmaße des Fußballplatzes kennenlernen und Steine suchen.


 

 

 

 

Der eingesähte Rasen hatte nun ein Jahr Zeit bei entsprechender Düngung und Pflege sich zu einem spielfähigen Untergrund zu entwickeln. Dazu wurde auch im Sommer 1968 ein Rasenmäher gekauft und als Mäher H. Paul, E. Sonnendecker und A. Tischler bestimmt. Wegen einer nassen Stelle, musste noch eine Nachdränage in der Südwestecke des Platzes gelegt werden. Endlich war es dann 1969 soweit, der langjährige Wunsch nach einem Rasenplatz ging in Erfüllung.
Unter der entschlossenen Verantwortlichkeit von dem damaligen 2. Vorsitzenden Erwin Meyer und des Schriftführers und mitarbeitenden "Bauleiters" Richard Kainzbauer konnte nach langen und mühsamen Arbeiten der neue Rasenplatz am Sonntag, den 3. August 1969 eingeweiht werden. Dazu wurden eigens bereits auch um den Fußballplatz herum Pappeln gepflanzt, die fast vollständig gespendet wurden und natürlich auch die neuen aus Holz gefertigten Tore aufgestellt.

 

 

DER NEUE FUSSBALLPLATZ WIRD EINGEWEIH

 

 

Trotz des sportlichen Rückschlages in diesem Jahr ließ man es sich nicht nehmen den Rasenplatz gebührend feierlich einzuweihen. Nach dem letzten Sportfest auf den alten Waldsportfest wurden die Holzstangen abgebaut und für ein grobes Festzelt für die Bewirtung östlich des Sportplatzes verwendet. Dazu hatte Wolfgang Linke eine entsprechende Fläche einplaniert, nachdem er in diesem Zuge auch gleich die grobe Baugrube für das Sportheim ausgehoben hatte. Witterungsmäßig hatte die Fußballplatz-Einweihung trotz einem noch am Vortag wüteten Unwetters dennoch das nötige Glück, das Protokollbuch berichtet von einem hervorragenden Besuch bei großer Hitze und Schwüle, so dass sich die Feierlichkeiten für einige Unentwegte bis in die späten Nachtstunden hinzogen und das in einem relativ unbefestigten Gelände. Der überwältigende Besuch zur Platzeinweihung stellte den Wirtschaftsdienst zwar vor hohe Anforderungen, sicherte aber mitunter auch das nächste Bauvorhaben des Vereins, das in seiner Entstehung bereits zu sehen war, das Sportheim.

 

 

ZUM FUSSBALLPLATZ GEHÖRT AUCH EINE BELEUCHTUN

Erst nachdem die Stromzufuhr für das Sportgelände sichergestellt war, machte man sich Gedanken, eine Art Flutlichtanlage am Fußballplatz zu errichten, damit der Trainingsbetrieb insbesondere in den Wintermonaten abgehalten werden k
nnte, zumal ja der ehemalige Trainingsplatz hinter der Kirche wegen der Otterbachhalle nicht mehr zur Verfügung stand. Die ersten Flutlichtmasten 1972/73 lies man sich aus dem Otterbacher Wald anweisen oder wurden auch als nicht mehr benötigte Hopfenstangen aus dem Oberotterbacher Feld gestiftet, um eine erste provisorische Trainingsbeleuchtung installieren zu können..

 

ZU EINEM NEUEN RASENPLATZ GEHÖRT EIN SPORTHEIM

Die Planung und Finanzierung
Nachdem man nun einen schönen neuen Fußballplatz in mühevoller Arbeit geschaffen hatte, war es nun auch an de Zeit, die Sportanlage mit einem Sportheim zu versehen, damit sich die Aktiven auch entsprechend umziehen und duschen können, worauf sie in der Vergangenheit auf dem alten Waldsportplatz schmerzlich verzichten mussten. Bereits in der Jahreshauptversammlung am 28.3.1968 berichtete der 2. Vorsitzende Erwin Meyer über den Beschluss, ein Klubhauses zu planen und so wurde am 9.7. des gleichen Jahres der Architekt Hans Oerther mit der Planung beauftragt. Am 18.11.1969 wurde in einer Vorstandssitzung der Vorentwurf akzeptiert und somit die endgültige Planung in Angriff genommen. Bei der Jahreshauptversammlung am 14.3.1969 lag de fertige Plan den Mitgliedern zur Ansicht aus und wurde dem damaligen Bürgermeister Karl Meyer zur Genehmigung übergeben. Der Bauantrag datiert vom 17.3.1969 und bereits am 3.6.1969 lag die Baugenehmigung vor, so dass in der Zwischenzeit bereits das Einmessen des Baus stattfinden konnte. Allerdings machte sich unter den Aktiven, nachdem das Schnurgerüst die Ausmasse vor Ort zeigten, Kritik an der zu kleinen Bauweise breit, so dass man sich entschloss, auf Vorschlag des Architekten, den Bau um zwei Meter zu verlängern und das Sportheim voll zu unterkellern, was eine erneute Eingabe zur Folge hatte. Allerdings lag zum 1.10.1969 die Baubeginnanzeige vor, so dass schon im Herbst mit dem Maurerarbeiten begonnen werden konnten.
Laut Aufstellung und Finanzierung des Bauvorhabens ergaben sich folgende Zahlen und Fakten:
Baukosten lt. Aufstellung des Architekten ca. 72 500 DM, die sich folgendermaßen finanzierten:
30 % Eigenleistungen, 25 % Materialkosten, ca. 25 % Fremdmittel, 10 % Kreiszuschuss, 10 % Eigenmittel. Die Materialkosten mussten durch Spenden und weitere Zuschüsse finanziert werden. Dazu erfolgte zu Beginn des Jahres 1970 folgender Spendenaufruf an die Bürger von Oberotterbach: "Liebe Sportfreunde, liebe Bürger von Oberotterbach!
Es dürfte bekannt geworden sein, daß der Sportverein neben seinem Rasenplatz begonnen hat, ein Sportheim zu bauen. Dieses Sportheim soll Umkleide- und Duschräume erhalten, welche für unsere Jugend heutzutage und in der Zukunft unumgänglich sind. Neben Raum für unsere Gerätschaften soll auch ein Gemeinschaftsraum entstehen, der für die Geselligkeit unserer Mitglieder, Sportfamilie und Gönner gedacht ist. Dieses Bauvorhaben ist inzwischen mit freiwilliger Arbeitsleistung soweit vorangekommen, daß wir vor Fertigstellung der Kellerdecke sind. Es dürfte klar sein, daß wir ohne finanzielle Beihilfe unsere weitere Materialbeschaffung nicht durchführen können. Wir kommen daher zu Euch allen, mit der Bitte, uns durch eine Geldspende zu unterstützen. Selbstverstä
dlich kann dies auch in raten geschehen. In den nächsten tagen werden Beauftragte unseres Vereins mit einer Zeichnungsliste bei Ihnen vorsprechen. Wir hoffen, daß unsere Bitte an Sie Verständnis findet. Oberotterbach, im Januar 1970 gez. Die Vorstandschaft
Dadurch gelang es immerhin lt. Spenderliste 161 Spender zu finden, die zwischen 2 DM und 200 DM spendierten, um die weitere Finanzierung des Sportheims zu sichern.

 

DAS SPORTHEIM WIRD GEBAUT.

 

 

An den Bauarbeiten des Rohbaus, hauptsächlich an den Wochenenden incl. der Sonn- und Feiertage, waren insbesondere folgende Maurer und Helfer beschäftigt: 

Dahl,Adolf; Dahl, Günter; Kainzbauer, Richard; Meyer, Erwin; Paul, Helmut; Rebsamen, Horst; Ruffra, Ludwig und Sonnendecker, Ernst. Durch die vielen freiwilligen Helferstunden konnte der Rohbau bis zum Sommer 1971 fertiggestellt werden (Rohbauabnahme am 27.8.1971).
So konnten im Herbst durch die Zimmerleute im Verein E. Sonnendecker und Karl Neff den Dachstuhl aufgeschlagen werden, das Holz wurde in Niederhorbach zurechtgeschnitten und von Hugo Oerther nach Oberotterbach gebracht. Auch die Freiwillige Feuerwehr aus Oberotterbach war am Aufschlagen der schweren Balken beteiligt. So konnte noch im Dezember mit den Dacharbeiten und dem Kaminausbau begonnen werden und bereits bis zum Jahresende das Sportheim eingedeckt werden.. Die weiteren Arbeiten wurden dann in den nächsten Jahren nach und nach durchgeführt, entweder wie die freiwilligen Helfer Zeit hatten oder wie sich der Verein die Materialien finanziell leisten konnte. Als besondere Würdigung wird berichtet aus der Jahreshauptversammlung, vom damaligen Ortsbürgermeister Karl Meyer, dass der Sportheimbau den Verein nicht in Schulden stürzte.

 

 

 

Die vielen "Kleinarbeiten" bis zur Fertigstellung des Sportheims sei nachfolgend kurz skizziert:
Arbeiten in 1971 : Einbau der Zwischenwände; elektrische Installation durch R. Dreyer, Verputzen der EG-Wände,

 

 

VERLEGUNG EINES 500 METER LANGEN ERDKABELS

für den Stromanschluss vom Friedhof zum Sportheim (Schaltkasten und Haus) vom 11. bis 13.12. 1971, wobei z.T. Arbeiten unter "Flutlicht" Beleuchtung durch Fahrzeuge erledigt wurden.Roh - bauabnahme am 27.08.1971.
Arbeiten in 1972 : Herstellung und Einbau der Fenster, S
hiebetür und WC-Türen durch Helmut Paul, Außentüren durch A. Eberlin, Brüstung am Vorbau (Kortegast, Jakob, Ebersoldt), Fliesenarbeiten in Gastraum und Küche (Ebersoldt, Ruffra, Speyrer, Lohr), elektrische Installationsarbeiten von R. Dreyer, 16./28. 12.

 

GRABEN UND VERLEGEN V. 450 METER WASSERLEITUNG

vom Hochbehälter Winzental zum Sportheim als Hand- und Baggerarbeiten mit z.T. Sprengungen (O. Schnörringer) durch Höckerlinie mit den Anschlussarbeiten vieler Helfer und A. Bleicher, dabei musste auch die Bundesstraße per Bohrung unterquert werden.
Arbeiten 1973 : Restgraben zum Sportheim Wasser und Abwasserrohre, Wasserinstallation im Sportheim von A. Bleicher, Abwasserführung im Keller, Montage der Holzdecke im Sportheim, Einbau der Rolladenkästen und Fensterbänke (S. Lohr), Fliesenarbeiten in Küche und Toiletten, Maurer- und Verputzarbeiten in den Umkleide- und Kellerräumen, Treppengeländer für Kellerabgang (O. Hüther); Fertigstellung der Toiletten im EG, Bau der 3-Kammer-Klärgrube (Inhalt ca. 6 m3) für Abwasser in den Vorfluter Dierbach, Einrichtungen für Küche und Gastraum werden angeschafft oder gespendet, so auch zwei Ölöfen, 2 Gasherde und 2 Kühlschränke; mit Abschluss eines Brauereivertr
ges erhält der Gastraum seine Theke und Bestuhlung. Die "stille Bewirtung" seither ist eine willkommene finanzielle Hilfe zu weiteren Anschaffungen für das Sportheim.
Arbeiten in 1974: Bau des östlichen Kellerabgangs, Fertigstellung der Klärgrube, Installation in Toiletten, Duschräumen und Küche, Ausbau des Vorratsraumes, Verputz- und Fliesarbeiten in den Duschräumen, Ausbau der Keller- und Geräteräume, Anstricharbeiten in EG, Installation eines Durchlauferhitzers, damit am 6.6. die Duschräume rechtzeitig zum folgenden Sportfest in Betrieb genommen werden konnten. Installationsarbeiten in Küche und Toiletten, Außentüren zum Keller und Schutztüren in den Kellerräumen, Auffüllmaterial auf dem Vorplatz des Sportheims zur Befestigung.Damit war zwar der eigentliche Zweck des Sportheims zum teilerfüllt, nämlich eine Umzugs- und Duschmöglichkeitfür die Spieler zu schaffen, aber die sog. "Kleineren Arbeiten" bis zur endgültigen Fertigstellung gingen unvermindert in teilweiser rühriger und beschwerlicher, aber auch etwas länger dauernder Eigenleistung fort.
1975 wurde das Gelände um das Sportheim planiert durch die Firma Breitsch /Schindhard), und der Vorplatz mit Schotter befestigt, damit das Jubiläum stattfinden konnte. Auch das Eingangspodest auf der Ostseite des Sportheims, woran sich dann 1976 der Vorbau anschloss mit der entsprechenden Dachverlängerung wurde betoniert, die Kellerabgänge mit einem Schutzgeländer versehen und die Schiedsrichterkabine fertiggestellt.
Bis etwa 1980 zogen sich noch Fließ- und Bodenarbeiten in manchen Kellerräumen hin.
Im Jahre 1982 erhielt das Sportheim einen wärmedämmenden Außenputz, den Erwin Meyer und eine elsässische Gipserfirma anbrachten. Nachdem nun auch 1978 die Konzession für die Bewirtung im Sportheim vorlag, konnte das Sportheim insoweit seinem Zweck entsprechend fertiggestellt sein, wenn auch noch manche Arbeit danach verrichtet wurde.In erster Linie war das Sportheim auch mehrmals Ziel von Einbrechern, so dass nach und nach alle Türen und Fenster zur Sicherheit vergittert werden mußten.
Die vielseitigen Arbeiten zur Fertigstellung des Sportheims in Eigenleistung erfordert natürlich eine große Anzahl an Helfern und Mitarbeitern aus den Vere
nsmitgliedern, aber auch aus Leuten, die nicht dem Verein angehören und trotzdem unentgeltlich mitgeholfen haben. Alle Mitarbeiter und Helfer aufzuzählen wäre überaus schwierig, um so schwieriger noch ihre geleistete Zeit, die sie am Sportheim zugebracht haben, anzuführen. Dennoch "tauchen" nicht nur beim Sportplatz- , sondern auch beim Sportheimbau einige Namen auf, die einen Großteil ihrer Freizeit geopfert haben und die einer würdigenden Erwähnung bedürfen: Erwin Meyer und Richard Kainzbauer, die nicht nur viele Arbeiten verrichtet haben, sondern auch viel Zeit mit Planung und Organisation verbrachten; Manfred Nehrer, Rudi Dreyer, Otto Hüther, Adolf Bleicher, Ernst Sonnendecker, Adolf Scheydt,aber auch Leute, die öfters gelegentlich mitgeholfen haben : Siegfried Lohr, Ludwig Ruffra, Günter Dahl, Silvester Kreutz, Heinz Ebinger und Leute, die bereits bei einigen Arbeiten in Klammern genannt wurden. Diese Leuten haben die Grundlage gelegt für das was der Sportverein auch heute noch besitzt, einen Rasenplatz und ein Sportheim.
Die große Eigenleistung hat natürlich eine relativ lange Bauphase bis zur Vollendung, ähnlich wie der Sportplatzbau ergeben, aber auch zur damaligen Zeit hatten die Verantwortlichen mit fast den gleichen Problemen zu kämpfen, wie die Verantwortlichen heute: es fehlt an den nötigen freiwilligen Helfern.Dennoch gebührt den "Sportheimbauern" eine grosse Anerkennung, wenn auch heute vielfach die Meinung auftaucht, mit etwas mehr Weitblick, wäre unser Sportheim sicherlich besser auszuweiten und könnte somit den heutigen Ansprüchen genügen.

 

TRAININGSMÖGLICHKEITEN

Das Anlegen eines Trainingsplatzes begann bereits 1976 nach der Einebnung mit dem Aufstellen zweier Lampen. Allerdings wurde das Training, auch zum Schaden des Rasenplatzes weitgehend auf dem Fußballplatz abgehalten, weil der Platz hinter dem Sportheim noch so nicht geeignet war.Deshalb begann man mit der Einrichtung einer Platzbeleuchtung für den Sportplatz, in dem Holz- und Gittermaste aufzustellen begann, der letzte erst 1979.
Hauptsächlich 1978 unter er Leitung von Rudolf Dreyer entstand die heute noch bestehende Flutlichtanlage mit dem Holzmasten auf der Südseite und den Gittermasten der Nordseite. Diese Gittermasten mussten als gebrauchte Teile beschafft und neu zusammengeschweißt werden (von Hermann Borkholder), in Betonfundamente eingelassen werden und installiert werden. Dazu verlegte man einige Meter Erdkabel und für die Montage der Lampen richtete die Feuerwehr
Oberotterbach extra eine Übungseinheit ein, so dass der Trainingsbetrieb im Herbst 1978 unter Flutlicht aufgenommen werden konnte.

 

DIE SPORTANLAGE MUSS AUCH RENOVIERT WERDE

 

 

Nach der Platzeinweihung 1969 wurde der Rasenplatz durch die jährlich eingerichteten Mannschaften mehr oder minder stark beansprucht. 

Eine intensive Platzpflege konnte durch den Bau des Sportheims nicht durchgeführt werden, da die finanziellen Mittel fehlten. Der Platz wurde zwar regelmäßig gemäht und gedüngt, aber die starke Be - anspruchung wurde im Laufe der Zeit immer deutlicher sichtbar. Darüberhinaus musste der Platz auch zum Training für alle Mannschaften herangezogen werden, so dass schon bald trotz stellenweiser Nachsaat, die Lücken der Rasenfläche immer größer wurden und sich auch von Jahr zu Jahr immer mehr Unkräuter ansiedelten. Man bemühte sich zwar redlich im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten um eine entsprechende Platzpflege, aber mangels Zeit und freiwilliger Pfleger, nahm die Qualität des Rasenplatzes mit zunehmendem Alter ab.

 

 

 

Zwischenzeitlich versuchte man 1984 den Platz mit ca. 150 t Rheinsand einzuebnen und auch danach gab es ständig Diskussionenüber die Sanierung, aber der Zustand verschlechterte sich von Jahr zu Jahr, zumal auch eine ausreichende Bewässerung bei sommerlicher Trockenheit nicht gegeben war.Nach guter Wirtschaftlichkeit im Jahre 1992 (Beteiligung an der 1000-Jahr-Feier) entschloss man sich schließlich zu einer gründlicheren Rasenrenovierung. Neben einer Alternative eines Einbaus von Rollrasen entschied man sich schließlich für die kostengünstigere Lösung der Neueinsaat, nachdem der alte Fußballplatz neu eingeebnet, aufgefüllt und etwas vergrößert wurde durch eine elsässische Firma. Dazu war auch das Fällen der Pappeln an den Rändern notwendig, damit einige Störfaktoren für einen besseren Graswuchs ausgeschaltet wurden. Bis die Bäume schließlich gefällt und entfernt waren, verging das Frühjahr 1993, allerdings war dann der Fußballplatz im Mai rasch neu angelegt und konnte bereits im September wieder bespielt werden. Diese Neuanlage machte natürlich noch einige Folgearbeiten (Rand- und Böschungsbefestigungen, Ballfangzaun, Umstellen der Tore, unterirdischer Bewässerungsschlauch) erforderlich und zog noch einige Folgekosten nach sich (neuer Rasenmäher, Bewässerungsanlage), die der SV Oberotterbach in Eigeninitiative bzw. über Zuschüsse und Kredite bewältigen musste. Die sich jetzt anschließende Rasenpflege wurde nun Dank einiger freiwilliger Kräfte bis heute etwas intensiver betrieben, wobei insbesondere Kurt Behsler sich sehr eingesetzt hat und nach seinem Tod hat Siegmar Masur sich sehr um die Rasen- und Platzpflege verdient gemacht und wesentlich zu dem heutigen guten Zustand beigetragen.
1997 hat der Rasenplatz nochmals eine intensivere Behandlung erhalten, als nicht nur die obligatorische Besandung mit Ärifizierung durchgeführt wurde, sondern eine Tiefenlockerung mit eingehender Nachsaat vorgenommen wurde.

 

 

EIN RASENPLATZ BRAUCHT EINEN TRAININGSPLATZ

Schon 1991 war man in der Vorstandschaft der Meinung, um den Rasenplatz doch zu schonen, sollte hinter dem Sportheim ein Trainingsplatz errichtet werden, so dass das Gelände mit verschiedenem Auffüllmaterial vorbereitet wurde. Die Firma, die das Gelände aufgefüllte hatte, musste als Gegenleistung natürlich auch für die grobe Einebnung sorgen. Nach der Rasenplatzsanierung war es nun nicht mehr möglich, auf dem Fußballplatz zu trainieren, aber ein geeigneter Trainingsplatz stand auch noch nicht zur Verfügung, so dass sich die Mannschaften um Ausweichtrainingsplätze außerhalb bemühen mussten. 1992/93 wurde der Trainingsplatz mit geeignetem Material feiner eingeebnet, zur Beleuchtung mussten Kabel unterirdisch verlegt werden und Fundamente für Holzmaste wurden errichtet, nachdem endlich auch die Besitzverhältnisse geregelt waren, so dass das Gelände dem Sportverein von der Gemeinde verpachtet werden konnte. 1995 konnte der Trainingsbetrieb, allerdings noch ohne Beleuchtung aufgenommen werden. Erst 1997, im Zuge der Rekultivierungsmaßnahme des Rasenplatzes wurde der Trainingsplatz mit einem geeigneten Belag versehen, die Flutlichtlampen wurden angeschlossen; Randsteine wurden gesetzt und die Ballfangzäume konnten errichtet werden, konnte das Trainingsgelände besser genutzt werden, nachdem in diesem Jahr noch ein höherer Ballfangzaun an der Ostseite angebracht wurde. Da die Beleuchtung noch etwas zu wünschen übrig lässt, sind hier Verbesserungsmöglichkeiten, die der Verein in der Zukunft angehen müsste, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse dies zulassen.

 

AUCH DAS SPORTHEIM ERFÄHRT ÄNDERUNGEN...

 

 

Bereits 1982 zeigten die Fließen in den Duschräumen die Nachteile der feuchten Kellerbauweise und mußten weitgehend erneuert werden. Aus finanziellen Gründen war bei der Errichtung des Sportheimes zur damaligen Zeit leider noch nicht an eine entsprechende Heizungsanlage gedacht. Man behalf sich mit Durchlauferhitzer für die Warmwasserbereitung und Ölofen für die Beheizung der Räume. Die Energieanlagen waren natürlich im laufe der Jahre nicht ohne Probleme, so dass man bereits 1986 mit der Möglichkeit einer Gasheizung mit Flüssiggas befasste. Allerdings erst im Halbjahr 1992/93 wurde eine Heizung durch das Vereinsmitglied Wigbert Krieger installiert, zu der ein gebrauchter Gasbrenner angeschaffte wurde.
In die Zeit der Planung einer neuen Heizungsanlage hat sich die Vorstandschaft 1988 auch einige Gedanken zum Umbau des Sportheims an verschiedenen Räumlichkeiten gemacht.
Die Enge in den Mannschaftskabinen und Kellerräumen führten 1988 zu Planungen zu einer veränderten Gestaltung. So wurde aus dem ehemaligen Getränkekeller eine neue, größere Kabine errichtet, deren Umbau sich bis 1990 hinzogen. Im gleichen Zuge hat sich auch der Eingang zum Wirtschaftraum verändert, indem durch Versetzung der Eingangstür mehr Platz gewonnen wurde. Die Schiedsrichterkabine wurde in die vorherige Gästekabine verlegt und die Gästekabine wurde im Raum der Heimmannschaft eingerichtet. Die Kosten dafür wurden weitgehend durch ein Darlehen der Gemeinde bestritten, an dem der Verein auch heute noch "nagt".
So konnte dann nach der Installation der Heizung mit z.T. neuen Wasserleitungen 1993 auch der neue Duschraum genutzt werden, so dass nun für Mannschaften und Schiedsrichter einigermaßen gute Räumlichkeiten vorhanden sind. Bei diesen Umbaumaßnahmen wurde der SV Oberotterbach nicht nur von der Gemeinde ein wenig unterstützt, sondern auch hier hat sich die Mithilfe und die Pflege der Räumlichkeiten von dem "vereinseigenen Hausmeister" Kurt Behsler überaus positiv bemerkbar gemacht.
Um der leidigen mehrmaligen im Jahr anstehenden Leerung der Klärgrube zu entgehen, was auch mitunter recht kostspielig wurde, konnte unter finanzieller Mithilfe der Gemeinde 1991 einen Anschluss an die Ortskanalisation verlegt werden. So hatte man nun die Möglichkeit ergriffen, die Klärgrube mit einer Hebepumpe an die Ortskanalisation anzuschließen. Dazu mußte in Eigenleistung und unter gütiger Mithilfe eines Baggers der Firma Rinck ein Kanal vom Sportheim über den Berg zum Anschluss in der Nähe des Friedhofes verlegt werden und eine Pumpe installiert werden, die das Abwasser über den Berg pumpt. Die Materialkosten hat freundlicherweise die Ortsgemeinde übernommen, so dass der SV Oberotterbach recht kostengünstig doch noch an die Ortskanalisation angeschlossen werden konnte.

 

 

DAS HEUTIGE SPORTGELÄNDE UND SEINE ZUKUNFT

Mit einem für unsere Verhältnisse gut gepflegten Rasenplatz und einem geeignetem Trainingsplatz und einem nicht allzu großem Sportheim verfügt der SV Oberotterbach über ein Sportgelände, das sich in dem Fußballbereich durchaus sehen lassen kann. Wenn man allerdings versucht, den Verein mit mehreren Mannschaften aufrechtzuerhalten, die auch noch nach höherem streben, so sind schon gewisse Grenzen erreicht. Zeitweise wäre unbedingt ein zweiter Platz ( evtl.) als Hartplatz notwendig. Auch das Sportheim hat sich bei bestimmten Veranstaltungen als zu klein erwiesen, hier wäre manchmal ein abtrennbarer Raum erforderlich. Hier zeigt sich, dass noch Bedarf an Erweiterung notwendig wäre. Oftmals in den letzten 15 Jahren wurde an Erweiterung gedacht, allerdings scheinen die Expansionsgedanken entweder an den fehlenden finanziellen Möglichkeiten zu scheitern oder an der fehlenden Mithilfe und dem Mut, der auch vielleicht den Erbauern gefehlt hat, zu etwas Größerem, wie es andernorts durchgeführt wurde. Außerdem macht sich immer wieder dann auch in zunehmendem Maße sich der ungünstige Standort der Sportanlage zum Dorf deutlich bemerkbar. Dies zeigt sich nicht nur an der zu geringen Zuschauerkulisse bei den Heimspielen, sondern auch an den z.T. schlechten Zugangs- und Zufahrmöglichkeiten vom Ort. Ein ortsnäherer zentrales Sport- und Freizeitgelände wäre dem Verein wesentlich zuträglicher.
Eine wesentliche Aufgabe in de Vereinsarbeit besteht nicht nur in der ausreichenden Bestandserhaltung und Pflege der Sportanlage, sondern insbesondere in der weiteren Erneuerung des Sportheims, wenn es die finanziellen Möglichkeit es zulassen. Hier rächen sich auch die manchmal zu sparsame Bauweise der früheren Jahre. So wäre die Vergrößerung des Wirtschaftsraumes mit evtl. Abtrennung genauso erforderlich, wie auch die Renovierung der Kücheneinrichtung, um den modernen Erfordernissen gerecht zu werden. Da allerdings, wie auch in der Zeit der Sporthausentstehung, die finanziellen Möglichkeiten weitgehend begrenzt sind, bleibt es vermutlich nur der Eigenleistung in kleinen Fortschritten vorbehalten, die bevorstehenden Aufgaben zu bewältigen, sofern sich freiwillige Helfer dafür überhaupt noch finden.

 

EIN FESTZELT WIRD GEBRAUCHT

 

 

Zwar nicht unbedingt zum Sportgelände, aber als Inventar des Sportvereins zählt auch ein stabiles Festzelt. Nachdem jahrelang mit selbstgeschlagenen Holzstangen aus dem Otterbacher Wald, Stahlspriesen, geliehenen Planen die Sportfeste betrieben werden mussten, wurde unter der Vorstandschaft von Werner Hänling 1983 die Anschaffung eines Festzeltes geplant und auch im Winter 83/84 gebaut. Unter der Mithilfe des Fachmannes für Zeltbau, Lothar Rothschmidt, der auch den Entwurf lieferte, haben er, Stefan Meyer und Werner Hänling in dessen Hof das Zelt angefertigt, das noch heute dem Sportverein und seine Gästen bei vielen Veranstaltungen ein Dach über dem Kopf bietet. Die Planen dazu wurden bei der Firma Horn gekauft und der Aufbau kostengünstig in Eigenleistung erbracht. Eigens als festen Untergrund wurde nach den Maßen des Zeltes 1983 auch eine Betonplatte am Sportgelände betoniert.Sehr dienlich war das Festzelt sowohl bei den seitherigen Sportfesten, Kerwebewirtungen und Weihnachtsmärkten, als auch schon bei privaten Personen, Gruppen und Vereinen, die sich das Festzelt schon mehrmals ausgeliehen haben. In leicht veränderter Form wurde es auch bei der 1000-Jahr-Feier von Oberotterbach bei der Hofbewirtung eingesetzt. Darüberhinaus dient es auch an den Weinfesten als Ergänzung zum Sonnenhof, wo es auch das Jahr über aufbewahrt und gepflegt wird.

 

 

DER ALTE SPORTPLATZ

 

 

Was ist eigentlich aus dem alten Fußballplatz geworden. Wie ein heutiges Bild hat die Natur sich das gerodete Waldstück des ehemaligen Fußballplatzes zurückerobert, nachdem es nach Einstellung des Spielbetriebes kurzzeitig auch als Holzlagerplatz gedient hatte.

 

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