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1. DIE VEREINSFÜHRUNG

 

 

Die Vorstandschaft des SV Oberotterbach von 1950-2000

Um die Geschicke eines der kleineren Vereine, wie es nun Oberoterbach immer war und bleiben wird, bedarf es schon mehrerer engagierter Leute, die viel Geduld, Zeit, Engagement und Durchsetzungsvermögen mit einer guten Kondition ausgestattet sind, um die entsprechenden Ehrenämter und Funktionen auszufüllen. Darüberhinaus ist natürlich ein großes Stück persönlicher und wirtschaftlicher Opfer nötig. Deshalb sei es bereits an dieser Stelle allen herzlich gedankt, die mehr oder weniger viel Zeit und Bereitschaft aufgebracht haben, beim SV Oberotterbach ein Amt oder eine Funktion ehrenamtlich zu übernehmen.
Wie die Chronologie der Vorstandschaft zeigt, war der Beginn der Vereinsgeschichte geprägt von einem jährlichen Wechsel des 1. Vorsitzenden und auch in der Vorstandschaft, die anfangs gerademal aus 5 Personen bestand, was bei der Neugründung sicher auch ausreichend war. Bis 1960 hat man auf der jährlich stattfinden Jahreshauptversammlung stets eine neue Vorstandschaft gewählt, bis der Modus nach einer Satzungsergänzung bei der Jahreshauptversammlung von 1961 auf einen zweijährigen Turnus geändert wurde. Mit Adolf Dahl und seinem Nachfolger Erwin Meyer kann die Vereinsgeschichte auf langjährige Vorstandsvorsitzende zurückblicken. In diese Zeit fallen auch die grundlegenden Veränderungen des Sportgeländes und die Vorgaben der heutigen Sportanlage. Dieser längerfristige kontinuierliche Bestand der Vorstandschaft war für den Verein sicher von Vorteil.
Ab etwa dem Sportheimbau 1967, nachdem wegen des Eintrages ins Vereinsregister eine Satzungserweiterung notwendig wurde, erhöhten sich die Aufgaben im Verein immer mehr, so dass auch die Vorstandschaft auf 8 Personen erweitert wurde, um die Arbeit im Verein besser und effektiver bewältigen zu können. Eine nochmalige Erweiterung der Vorstandschaft auf 12 Personen hat man dann anläßlich des 25jährigen Jubiläums vorgenommen, was eine erneute Satzungsänderung nach sich zog.
Nach der "Ära" Erwin Meyer als 1. Vorsitzender begann ab 1983 bzgl. der Kontinuität eine eher "unruhige "Zeit, da doch dann die 1. Vorsitzenden spätestens nach einer 2. Wahlperiode wechselten, vermutlich haben sich die Aufgaben in einem Verein noch mehr verstärkt und konnten mit den beruflichen Anspannungen nicht mehr in Einklang gebracht werden.. Aber auch innerhalb der Vorstandschaft wurden die entsprechenden Ämter und Funktionen nicht mehr allzu lange ausgeübt, so dass manchmal sogar nicht immer alle Vorstandsstellen besetzt werden konnten. Dennoch kam es nicht so weit, dass wichtige Funktionen nicht mehr besetzt werden konnten, es fand sich immer wieder jemand, der sich der Herausforderung stellte im Verein mitzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen. So mussten zum Beispiel 1987 außer dem 1. Vorsitzenden auch 7 Vorstandsmitglieder ersetzt werden.
Nachdem der Verein bis zu 5 sporttreibenden Abteilungen besaß hat man unter Wolfgang Hefner als Vorsitzendem auch eine veränderte Vorstandschaft in der Satzung verankert (Satzungsänderung 1988) und einige Ämter, die vorher ohne entsprechenden Namen auch schon ausgeübt wurden, eingerichtet, wie die Abteilungsleiter, Jugendleiter, Spielleiter der jeweiligen Mannschaft, aber auch eine Aufteilung von geschäftsführendem Vorstand und Ressortleitern beschlossen. Ein Organisationsmodell zum Aufbau des Vereins zeigte zwar gute Ansätze, aber die praktische Durchführung scheiterte an den fehlenden "Freiwilligen".
Außerdem wurde das Modell mit der Auflösung der Abteilungen hinfällig.
Geprägt war die Zeit zwischen 1987 bis 1996 auch einige Rücktritte von 1. Vorsitzenden, 2. Vorsitzenden, Rechner und Schriftführer über deren Gründe es müßig ist zu berichten, weil auch persönliche, berufliche und zwischenmenschliche Gründe eine Rolle spielen, aber auch in der Zielsetzung, das Beste für den Verein zu wollen gab es sicher Auseinandersetzungen, die zunächst zum Anlass genommen wurden zurückzutreten. Oft haben sich zwar in der Vergangenheit einige aus den verschiedensten gründen nicht mehr für ein Amt bei einer Jahreshauptversammlung zur Verfügung gestellt, die zwischen einer Wahlperiode erfolgten Rücktritte haben um so mehr schmerzliche Lücken gerissen, die von den verbliebenen Vorstandsmitgliedern oft durch Mehrarbeit ausgeglichen werden mussten. Dennoch ist es immer wieder gelungen, die Wogen zu glätten und diese Lücken zu schließen, obwohl die Vereinsgeschichte schon mehrfach zu Ende schien, auch in der Anfangszeit.

 

 

 

So ist es unter besonderer Mithilfe des Bürgermeisters Fritz Beck gelungen, seit 1996, nachdem 1. und 2. Vorsitzender und später die gesamte Vorstandschaft zurückgetreten war, mit einem neuen Führungsmannschaft wieder eine funktionstüchtige Vereinsführung aufzubieten, um die vielfältigen Aufgaben auch eines kleinen Vereins zu bewältigen. Die Anforderungen werden stets größer und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen sinkt, so dass diejenigen, die bereit sind mitzuarbeiten und den Verein zu führen ein besonderes Lob verdienen. Die Leistungen der Vorstandsmitglieder lassen sich bereits daran erkennen, dass in den 50er und 60er Jahren oftmals 2 bis 3 Ausschuss-Sitzungen stattfanden, in der heutigen Zeit sind mindestens 12 Sitzungen pro Jahr notwendig, um die Fülle von Aufgaben und Ansprüchen zu erfüllen.
Mit einer erneuten Satzungsänderung 1997 versuchen nun folgende Leute in den jeweiligen Funktionen den SV Oberotterbach zu führen:

1. Vorsitzender : Norbert Held
2. Vorsitzender : Heinz Scheydt ; Geschäftsführender Vorstand
Schriftführer : Kurt Hüther
Kassenwart: Rainer Schmitt
Jugendleiter: Uwe Zimmermann
Spielleiter Damen:Monika Vogt
Spielleiter Herren : Stefan Hefner
Spielleiter AH : Klaus Adam
Wirtschaftsausschuss: Thomas Meyerhöffer, Stefan Meyer, Karl-Heinz Spiess
Beisitzer: Siegmar Masur, Ferdinand Scherrer


Innerhalb diese Gremiums sind natürlich auch entsprechende Unterausschüsse bzw. Bereiche eingeteilt, wenn es um entsprechende Zuständigkeiten wie z.B. Sportplatz, Sportheim, Veranstaltungen, usw. geht. Auch wenn sich der eine oder andere aus dem Kreis verabschiedet, so ist es dennoch wichtig, wenn der Großteil der Mannschaft zusammenbleibt und miteinander arbeitet, schließlich vertreten wir ja eine Sportart, bei der der Mannschaftsgeist und der Zusammenhalt besonders wichtig für eine entsprechenden Erfolg ist.
Damit aber auch in Zukunft bei den aktiven Mannschaften Erfolge gefeiert werden können, von denen der SV Oberotterbach leider nicht verwöhnt ist, und die gesellschaftspolitischen und kulturellen Aufgaben erfüllt werden können, braucht der Verein auch weiterhin ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die helfen, die vielschichtigen Tätigkeiten im Verein zu bewältigen. Außerdem fällt diese Mitarbeit um so leichter, wenn auch von außerhalb diese ehrenamtliche Arbeit genügend honoriert und respektiert wird.

 

Eine Vostandschaft verändert sich und hat viele Gesichter
2. Engagierte Vereinsmitglieder sorgen für den SV Oberotterbach
In seiner Vereinsgeschichte konnte sich der SV Oberotterbach auf zahlreiche Mitglieder verlassen, die die Geschicke des Vereins in besseren und in weniger guten Zeiten leiteten oder einfach in der Vorstandschaft mithalfen, damit der Verein sportlich und wirtschaftlich vorwärtskommt. Beispielhaft sind nun einige namhafte Leuten im Verein beschrieben, die in vorbildlicher Art und Weise ihre Freizeit und mehr für den Verein geopfert haben und die deshalb sich sehr um den Verein verdient gemacht haben.
Wir wissen, dass man diese Reihe noch weiter ausführern müsste, besonders wenn man auch die jüngere Vergangenheit betrachtet, so dass wir auch um Verständnis und Nachsicht bitten müssen, wenn sich jemand übergangen oder vergessen fühlt. Die Verantwortlichen des Vereins wissen dankenswerterweise um die Verdienste, aber aus organisatorischen Gründen sollte diese Auswahl begrenzt sein.

 

1. ADOLF DAHL

 

 

Mit Adolf Dahl hat der SV Oberotterbach in seinen Reihen nicht nur noch einen Vorsitzender aus der Anfangszeit, sondern auch noch seinen "Ehrenpräsidenten" und er zählt momentan zu den ältesten Vereinsmitgliedern. In seiner Amtszeit lagen die grundlegenden Veränderungen des Fußballplatzes und zum Ende hin auch die Errichtung des Sportheimes.

Schon durch seine 17jährige ununterbrochene Amtszeit als 1. Vorsitzender und mit zwei Amtsperioden als 2. Vorsitzender zu Beginn und am Ende seiner Vorstandszeit ist er mit einigem Abstand der dienstälteste Funktionär in verantwortlicher Position beim SV Oberoterbach.
Für das spätere Führungsgespann Meyer/Kainzbauer war zu seiner Zeit ein Gespann Dahl/Thalmann für die Vereinsführung verantwortlich und vermutlich auch Vorbild. Ca. 10 Jahre haben sie gemeinsam verantwortungsbewußt die Geschicke des Vereins erfolgreich geleitet hat und waren für die "neue Heimat" des Fußballvereins federführend.

Die Suche und die Errichtung des neuen Sportgeländes war zur damaligen Zeit und unter den herrschenden Verhältnissen im Ort sicher keine leichte Aufgabe und die Errichtung des neuen Fußballplatzes mit den langwierigen Planierungs- und Drainagearbeiten, bei denen sich der 1. Vorsitzende Dahl nicht zu schade war tatkräftig mitanzupacken gehören zu den Höhepunkten seiner Amtszeit.

Sein Verständnis, das Amt eines 1. Vorsitzenden auszufüllen, lag weniger in der Repräsentation, weil es ihm sicherlich nicht besonders lag, bei den entsprechenden Veranstaltungen reden zu müssen, vielmehr verstand er sein Amt eher tatkräftig mitanzupacken, mitzuentscheiden und vor allem mitzuhelfen, wo er gebraucht wurde. Seine Mithilfe, so lange er es gesundheitlich verantworten konnte, hat er auch noch lange nach seiner Amtszeit für den Verein, als er noch bei den vielen Wirtschaftsdiensten hinter der Theke mitgeholfen hat, in verdienstvoller Weise eingebracht.
Sein handwerkliches Geschick und seine Tatkraft einzubringen verhalfen dem Sportverein sowohl auf dem Waldsportplatz, als auch beim neuen Rasenplatz zu vielen freiwilligen Arbeitseinsätzen. So erzählte er, wie mühsam oft die Vorbereitungen für die Sportfeste am Waldsportplatz durchgeführt werden mußte, zumal alles Material mit Pferdefuhrwerk oder Traktoren hingebracht werden musste.
Er hat es auch geschafft in seiner Amtszeit eine große Kontinuität, die auch bei den Vorhaben zur damaligen zeit notwendig war, unter der Vorstandschaft einkehren zu lassen.
Der SV Oberotterbach ehrte seinen "Präsidenten"" 1980 mit der silbernen Vereinsnadel und ernannte ihn am 20. 01. 1984 zum Ehrenvorsitzenden. Zum vierzigjährigen Vereinsjubiläum wurde Adolf Dahl für besondere Verdienste mit der goldene Vereinsnadel geehrt.
Der Sportbund Pfalz ehrte Dahl 1975 mit der bronzenen Verbandsehrennadel und anläßlich der 40-Jahr-Feier des Vereins mit der silbernen Ehrennadel.

Die langjährige ununterbrochene Vereinstätigkeit in verantwortlicher Position ist für alle bewundernswert und vorbildlich, wenn man bedenkt, was man sich als Vorstand eines Vereins sich auflädt. Sein Einsatz für den Verein ist anerkennenswert, zumal sein Herz dem Fußball gehörte, obwohl er selbst nie aktiv Fußball gespielt hat und der Sportverein gehörte großteils zu seinem Leben. Das lässt sich auch daran erkennen, dass er zu seiner Zeit vielfach seine Wohnung für die Vorstandssitzungen zur Verfügung gestellt hatte. Er half, wo er gebraucht wurde und durch seine betont ruhige Art war seine Amtszeit verlief deshalb auch in ausgeglichener Weise.

Norbert Held

 
 

2. ERWIN MEYER

 

 

Als "Baumeister" der neuen Sportanlage hat Erwin Meyer die Grundlagen geschaffen auch für eine neue "Heimat" des Sportvereins , sowie auch für den heutigen Bestand. Er war nicht nur aktiver Spieler, sondern auch ein verdienter Sportfunktionär und eine verantwortungsbewußte Führungspersönlichkeit.

Mit seiner etwas verspäteten Rückkehr aus Winden nach der Evakuierung, wo er bereits als Jugendspieler und Aktiver seine Fußballlaufbahn begann, verpasste er nur knapp die Vereinsgründung des SV Oberotterbach. Sogleich wurde er für die neugegründete Fußballmannschaft integriert und wurde in den folgenden Jahren eine tragende "Säule" der Mannschaft, da er als aktiver Fußballer in den Anfangsjahren des SV Oberotterbach ein vorbildlicher und technisch versierter Fußballer war, der bei seinen Gegenspielern sehr gefürchtet wurde. Leier zwangen ihn berufliche und gesundheitliche Gründe bereits 1955 zum Ende seiner aktiven Laufbahn.

Bereits 3 Jahre nach Vereinsgründung übernahm er schon Verantwortung in der Vereinsführung und engagierte sich schon früh in den wichtigsten Ämtern eines Fußballvereins.
So übernahm im Jahre 1953 bis 1955 das Amt des Spielleiters und sammelte von 1958 bis 1963 in diesem Amt weitere Erfahrungen, um dann anschließend in der Vereinsführung größere Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Zwischen 1967 und 1969 lenkte er als 2. Vorsitzender schon weitgehend die Geschicke des Vereins, als es um den Bau der Sportanlagen ging. Dann rückte er nach dem altersbedingten Ausscheiden seines Vorgängers selbst in die verantwortungsvolle Position des 1. Vorsitzenden, die er dann über 6 Perioden mit überaus intensiver Hingabe ausfüllte, so dass er ein viertel Jahrhundert offizielle Vereinstätigkeit in wichtigen Funktionen des SV Oberotterbach geleistet hat.

Viele Turbulenzen im Vorstand, unter den Mitgliedern und auch unter den Spielern musste und vor allem konnte mit Hilfe seines über die Jahre ihn begleitenden Vereinsfunktionärs Richard Kainzbauer als "Team" immer wieder so auf die Reihe bringen, dass der Fortbestand des Vereins nie in Frage stand. Dabei mussten auch mal härtere oder lautere Worte, auch bei Sitzungen gebraucht werden, allerdings ging er stets fair und verantwortungsbewußt mit seinen Kollegen im Verein um.

Sein handwerkliches Geschick und seine Möglichkeiten aus seinem Geschäft seines Handwerksbetriebes waren dem Verein vor allem beim Bau des neuen Sportheimes neben dem neuen Sportplatzes in den Dierbachwiesen von unermeßlichen Vorteil. Darüberhinaus war es für ihn immer selbstverständlich, nicht nur als Funktionär an der Spitze des Vereins zu stehen, sondern sein vielseitiger Einsatz bei den verschiedensten Arbeiten am und um das Sportheim war für die Vereinsmitglieder vorbildlich. Seine allseits gute Beliebtheit, auch im Amt eines Gemeinderates nutze er für den Sportverein, wenn es darum ging, Hilfe beim Neubau des Sportheims zu bekommen oder verschiedene Geräte auszuleihen, auch mit den entsprechenden Bedienern. Als in den 60er und 70er Jahren Sportplatz und Sportheim gebaut wurden unter der weitgehenden Verantwortlichkeit von Erwin Meyer, fällt auch ein anerkennendes Kompliment von dem Ortsbürgermeister seines Namensvetters aus dem Protokollbuch ins Auge, das die hervorragende Tätigkeit Erwin Meyers im Sinne des Vereins in kennzeichnender Weise wiedergibt:" Der Sportplatz und das Sportheim wurden gebaut, ohne dass der Verein einen Pfennig Schulden hat. Darauf kann der Verein stolz sein." Dies war in erster Linie ein Verdienst Erwin Meyers.

Zu seinem Lebenswerk gehört zum Großteil nun mal der SV Oberotterbach und dies hat auch sein Leben und seine Familie mitbestimmt. Die Familie musste oft genug durch die vielzähligen Arbeitseinsätze auf ihr Familienoberhaupt verzichten, war aber auch durch die Ehefrau sehr stark miteingebunden, wenn es darum ging, die Vereinsfeste zu bewirten und, als das Sportheim fertiggestellt war, den Wirtschaftsdienst zu übernehmen. Darüberhinaus war es ihm auch ein besonderes Anliegen, bei den Arbeitseinsätzen auch für die entsprechende Verpflegung zu sorgen, die oft genug aus dem Hause Meyer stammte und zum Sportplatz gebracht wurde. Erwin Meyer hat auch sein "Wirtschaftsdienst-Team" organisiert und zusammengehalten, das jahrelang für den Sportverein im Einsatz war und hervorragend funktioniert hat. In seiner Zeit als 1. Vorsitzender hat er auch viele Organisationen, wie Beschaffung von Einrichtungsgeräten, Einkauf für Küche und Theke, Zubereiten von Mahlzeiten nach Trainingseinheiten, usw. und die fürsorgliche Kontrolle des Sportheims übernommen.

Fast nicht zu zählen sind auch die Sitzungen und Zusammenkünfte, auch in der eigenen Wohnung, um die Geschicke des Vereins zu leiten und vor allem die Planungen voranzutreiben, ein Sportgelände mit Sporthaus zu errichten. Nicht zu vergessen sind auch seine Einsätze bei anderen Vereinen bei deren Feste, wenn es um gegenseitigen Austausch von Personal bei den jeweiligen Vereinsfesten ging.
Nach seinem alters- und berufsbedingtem Ausscheiden aus der Vorstandschaft nahm Erwin Meyer noch aktiv und beratend am Vereinsgeschehen teil, was er leider durch seinen allzu frühen Tod nicht mehr weiterführen konnte. Wie seinem "Teamgefährten" war auch ihm neben der Sportanlage, auch der Spielbetrieb der aktiven Mannschaften unter Einbeziehung der Erhaltung des Damenfußballs ebenfalls eine Herzensangelegenheit, wie man es von einem früheren Aktiven erwartet.
Der SV Oberotterbach ehrte seinen "rührigen Vorstand" 1980 mit der silbernen Vereinsnadel und ernannte ihn am 20. 01. 1984 zum Ehrenvorsitzenden. Zum vierzigjährigen Vereinsjubiläum erhielt Erwin Meyer von "seinem" SVO die goldene Vereinsnadel.
Der Südwestdeutsche Fußballverband ehrte Meyer 1975 mit der bronzenen Verbandsehrennadel und anläßlich der 40-Jahr-Feier des Vereins mit der Ehrennadel in Silber durch seinen langjährigen "Vize" Richard Kainzbauer.

Durch seine hilfsbereite Art schuf sich Erwin Meyer nicht nur viele Freunde und Mithelfer, sondern sein Einsatz im Sportverein war für alle bewundernswert und für alle vorbildlich.
Sein Herz gehörte dem Fußball und der Sportverein nahm deshalb auch in seinem Leben einen großen Platz ein.
Sein stets unermüdlicher Einsatz und die Sorge für das Wohlergehen des Vereins standen für ihn im Vordergrund und werden wahrscheinlich immer unerreichbar bleiben, wie auch wahrscheinlich auch seine langjährige Arbeit in der Vereinsverantwortlichkeit.

Norbert Held

 
 

3. RICHARD KAINZBAUER

 

 

Ein verdienter Sportfunktionär im besten Sinne des Wortes war der unvergessene Richard Kainzbauer.Mit seiner Hochzeit im Jahre 1952 kam der gebürtigte Regensburger von Bad Bergzabern nach Oberotterbach.Obwohl er selbst nie aktiver Fußballer war, engagierte er sich schon früh in der Vereinsführung und übernahm im Jahre 1959 das Amt des Schriftführers, das er 22 Jahre lang bis 1981 inne hatte. Zusätzlich stand er zwischen 1973 und 1981 auch als 2. Vorsitzender mit an der Vereinsspitze. Auch als Spielleiter oder stellvertretender Spielleiter fungierte Kainzbauer in den Jahren 1961 bis 1971.
Unzählige Turbulenzen im Vorstand, unter den Mitgliedern und auch unter den Spielern musste und vor allem konnte er immer wieder ausgleichen. Ein hartes oder gar verletzendes Wort war aus seinem Munde nie zu hören.
Seine Fachkenntnisse als Bautechniker bei einer mittelständischen Baufirma kamen dem Verein vor allem beim Bau des neuen Sportplatzes in den Dierbachwiesen und dem Neubau des Sportheimes zugute.
In einem Nachruf auf den 1993 mit 63 Jahren leider viel zu früh verstorbenen Sportsmann Richard Kainzbauer schrieb die RHEINPFALZ: "Große Verdienste hat sich Kainzbauer um den Damen – und Mädchenfußball in Oberotterbach erworben. Mit großer Beharrlichkeit, oft auch mit drängender Ungeduld und immer mit festem Blick für die Zukunft, führte er den Damenfußball zur gesellschaftlichen Anerkennung. So blieb bis zu seinem Tod der Damenfußball Kainzbauer eine Herzensangelegenheit.".
Aber nicht nur im SVO "diente" Kainzbauer als Funktionär. 1966 wurde er zunächst als Beisitzer in den Vorstand des Fußballkreises Bad Bergzabern gewählt. Zehn Jahre später stieg er zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden auf und übernahm gleichzeitig die C-Klasse als Staffelleiter. Nach dem Tod des damaligen Kreisvorsitzenden Adolf Stöbener rückte Kainzbauer in dessen Position nach und übernahm die Spielleitung der B-Klasse.
Der SV Oberotterbach ehrte seinen "Multifunktionär" 1980 mit der silbernen Vereinsnadel und ernannte ihn 19. 2. 1981 zum Ehrenmitglied. Zum vierzigjährigen Vereinsjubiläum erhielt Richard Kainzbauer von "seinem" SVO die goldene Vereinsnadel.
Der Südwestdeutsche Fußballverband ehrte Kainzbauer 1975 mit der Verbandsehrennadel und zu seinem 60. Geburtstag mit der Ehrennadel in Silber.
Durch seine umgängliche Art schuf sich Richard Kainzbauer viele Freunde.
Sein Herz gehörte dem Fußball und seine Entscheidungen waren von Umsicht und Toleranz geprägt. "Fair Play", wie einmal sein Nachfolger formulierte, waren für ihn, den untadeligen und fairen Sportsmann, keine leeren Worte.

Fritz Beck

 
 

4. HELMUT PAUL

 

 

Ein langjähriges verdienstvolles Vereinsmitglied in verschiedenen Funktionen ist Helmut Paul, der bereits in zweiter Generation in der noch nicht allzu langen Vereinsgeschichte fungiert hat, da bereits sein Vater kurzzeitig als 1. Vorsitzender ein Amt ausübte.

Bereits frühzeitig mussten dann die Söhne (auch sein Bruder war aktiver Spieler in den Diensten des SV Oberotterbach) logischerweise ihren sportlichen Neigungen beim SV Oberotterbach nachgehen. So schnürte Helmut Paul bereits 1956 als Jugendspieler seine Fußballschuhe für den SV Oberotterbach und sein Einsatz ging dann nahtlos über in seine aktive Zeit in der ersten Mannschaft, wo er lange Jahre zu den Stützen der Mannschaft zählte und wesentlich zur Meisterschaft 1967/68 beigetragen hat. Er hatte damals noch die Möglichkeit als Jugendspieler in der 1. Mannschaft zu spielen und seine akzive Fußballzeit begann gleich auch als Jugendleizter. Er spielte 22 jahre ativ in der 1. Mannschaft des SV Oberotterbach und beendete mit 37 Jahren 1970 seine aktive Laufbahn. Danach spielte er in der neugegründeten "Alten Herren-Mannschaft", bis die Gesundheit die sportliche Karriere im zarten AH_Alter von 52 beendete. Damit ist er in der "ewigen Spielerliste " des SV Oberotterbach sicherlich ganz oben angesiedelt. Der Abschied vom aktiven Spielbetrieb fiel ihm sicherlich deswegen leichter, weil er bereits zu seiner aktiven Zeit, seit 1967 auch als Schiedsrichter für den SV Oberotterbach unterwegs war und diese wertvolle Tätigkeit bis heute noch ausübt.

Aber Paul war im Verein nicht nur Aktiver, und bereits dadurch oft zur Mithilfe und bei Arbeitseinsätzen zur Mitarbeit "verdammt", sondern er hat sich auch, wenn er gefragt war, auch in verantwortlichen Positionen des Vereins verdient gemacht. Von 1971 bis 1981 hat er als Beisitzer mitgeholfen die Vereinsgeschicke zu leiten und insbesondere am Anfang mit dazu beigetragen, dass beim SV Oberotterbach ein Sportheim gebaut wurde. Sofern es seine Zeit es zuließ, hat er nicht nur beim Aufbau mitgeholfen, ein Großteil der Holzarbeiten (Fenster und Türen) sind seine Verdienste, sondern sich bereits vorher bei Bau des Sportplatzes, weil es für Ihn als Aktiver einfach dazugehörte oder Pflicht war, mitzuhelfen, damit ein guter Fußballplatz entsteht.

Zwischen 1981 und 1991 hat es sich etwas aus der verantwortlichen Vereinstätigkeit herausgehalten, stand aber dann 1991 als 2. Vorsitzender wieder zur Verfügung, um dann bald nach dem vorzeitigen Rücktritt des damaligen 1. Vorsitzenden an vorderster Stelle die Vereinsgeschicke zu lenken. Das Amt des 1. Vorsitzenden hat er dann bis 1995 begleitet, bis er selbst aus persönlichen gründen zurückgetreten ist. Seine Amtszeit war sicherlich nicht einfach, da nicht nur die Teilnahme an der 1000-Jahr-Feier in Oberotterbach eine große Aufgabe darstellte, sondern unter seiner Verantwortung wurde die schon lange vorher geplante Fußballplatz-Sanierung durchgeführt und das Anlegen eines Trainingsplatzes in die Wege geleitet. Das heutige Aussehen des Sportgeländes hat seinen Ursprung in der Amtszeit von Helmut Paul.

Für seine Verdienste erhielt Helmut Paul vom SV Oberotterbach und von den Verbänden mehrfache Auszeichnungen :

1990 anläßlich der 40-Jahr-Feier des Vereins die goldene Vereinsnadel, nachdem er damals auch für seine silbernes Schiedsrichterjubiläum mit der "goldenen Pfeife" geehrt wurde,
vorausgegangen waren 1979 und 1986 die bronzenen und silbernen Vereinsehrennadeln,.
1882 erhielt er vom Südwestdeutschen Fußballverband die bronzene Ehrennadel.,
1992 zeichnete ihn der Sportbund mit der silbernen Ehrennadel aus,
1977 und 1987 erhielt er die Anerkennungsurkunde für seine Schiedsrichtertätigkeit
Zu verschiedenen Zeiten, insgesamt 25 Jahre, übernahm Helmut Paul aber auch Verantwortung in der Jugendarbeit, indem er mehrfach sich als Jugendeiter und Jugendtrainer sich für die Nachwuchsarbeit einsetzte und somit viele Spieler für die aktive Herrenmannschaft hervorbringen konnte. So betreute er von der A- bis zur E-Jugend alle Alterstufen der Jugendlichen, die es zu seiner Zeit gab.

Seine lange aktive Vereinstätigkeit auch in verantwortlichen Positionen wurde von Helmut Paul stets in aufopferungsvoller Weise angegangen. Ob als Aktiver, als Schiedsrichter, als Jugendbetreuer, als Funktionär oder aber auch als einfacher Arbeiter im Verein, stets hat er das Wohl des Vereins im Auge gehabt und seine wertvolle Mithilfe bei den verschiedensten Arbeiten ist sehr bewundernswert und vorbildlich. Keine Arbeit war ihm viel und darin mag vielleicht auch ein Grund seines Scheiterns liegen. Dennoch hat der SV Oberotterbach sehr viel Helmut Paul zu verdanken und viele Mitglieder wissen um seine Verdienste.

Norbert Held

 
 

5. EUGEN THALMANN

 

 

Ein Vereinsmitglied, das sich besonders im ersten Drittel der Vereinsgeschichte für den SV Oberotterbach sehr stark für die Erhaltung des Vereins eingebracht hat ist Eugen Thalmann.

Seine nur kurze aktive Laufbahn im ersten Vereinsjahr folgte nur kurze Zeit später eine weitaus längere in der Vereinsführung. So wurde er sogar n Abwesenheit 1953 zu Kassenwart gewählt und 1954 bereits mit 28 Jahren nach einem etwas unruhigeren Vereinsjahr zum 1. Vorsitzenden. Weil in dieser Zeit ein permanenter Spielermangel herrschte, wollte er auch nicht länger in der Vereinsführung die Verantwortung übernehmen. Allerdings stellte er sich 1956 mit einer Führungsmannschaft als 2. Vorsitzender zur Verfügung, den SV Oberotterbach weiter zu etablieren, was in den nächsten 10 Jahren mit einer kaum sich verändernden Vereinsführung auch gelang.

So fällt in seine Amtszeit als 2. Vorsitzender auch die Auswahl, Planung und Bau des neuen Fußballplatzes, für dessen Planierungsarbeiten er sich sehr eingesetzt hatte. Aber auch die "Kleinarbeit" im Verein, wenn es damals um die Weihnachtsfeiern ging oder um die Sportfest bis zur Berteuung von Ottmar Walter, machten seinen Einsatz für den Verein sehr wichtig, allerdings manchmal auf Kosten der familiären Verhältnisse. Ab 1967 hat er sich dann aus beruflichen Gründen aus der Vorstandschaft zurückgezogen, war aber dennoch dem Verein sehr verbunden, als er noch wie vorher auch viele Heimspiele der Aktiven besuchte und bei den Jahreshauptversammlungen stets ein kritischer Beobachter war.

Der SV Oberotterbach ehrte Eugen Thalmann 1975 mit der silbernen Vereinsnadel für seine Vereinstreue, langjährige Bereitschaft, Verantwortung im Verein zu übernehmen und für seine Verdienste beim Sportplatzbau.

Weitere Ehrungen konnten leider nicht überreicht werden, da er sich aus bedauernswerterweise persönlichen Gründen mittlerweile ganz aus dem Verein zurückgezogen hat, interessiert sich aber weiterhin über das Vereinsgeschehen, was bei einigen Gesprächen, nicht nur zur Geschichte des Vereins für die Festschrift, deutlich wurde.

Norbert Held

 
 

6. MANFRED NEHRER

 

 

Als er 1956 als Fünfzehnjähriger in der Jugend das Leder für den SV Oberotterbach trat, konnte noch niemand erahnen, welch‘ wichtiger Mann er einmal für den Verein sein würde.So stand er von 1960 bis 1968 bei der 1. Mannschaft im Tor ehe er für zwei Jahre einmal in Dierbach fremde Luft schnupperte. Doch bald darauf kehrte er wieder zu seinem Heimatverein zurück und engagierte sich nicht nur auf dem Fußballplatz sondern auch außerhalb. In der Zeit des Sportheimbaus war er ein Aktivposten und setzte seine Arbeitkraft oft ein. Überall wo der Schuh drücke war Manfred Nehrer zur Stelle, so auch 1971, als die A-Jugend führungslos war. Er nahm sich ihnen an. 

Von 1973 bis 1979 begleitete er das Amt des Spielleiters der 1. Mannschaft. Für dieses Amt stand er einige Zeit später nochmals zwei Jahre zur Verfügung.Wenn nötig sprang er auch als Trainer ein. Ebenso organisierte er drei Jahre lang als Spielleiter den AH-Spielbetrieb. Einst noch verärgert, daß beim Damenfußball mehr Zuschauer waren als bei den Männern, verdiente er sich ab 1979 viel Anerkennung im ganzen Fußballverband für seine Tätigkeit als Damentrainer und Spielleiter. 

Zehn Jahre stand er dieser Mannschaft vor und schaffte sich ein kleines Lebenswerk und die Grundlage für die bis heute erfolgreichste Gruppierung des Vereins. Als er 1989 offiziell diese Aufgaben anderen überließ hing sein Herz immer noch an dieser Mannschaft, der er immer wieder bis zum heutigen Tag mit Rat und Tat zur Seite stand. Für alle ist er weiterhin eine Respektsperson, auch wenn er nicht mehr so oft im Vordergrund steht. Der SVO dankt einem bescheidenen, zuverlässigen Sportsmann, der in der ganzen Fußballpfalz ein gern gesehener Gast.

Der SV Oberotterbach ehrte sein multifunktionales, sportlich überaus engagiertes Vereinsmitglied 1979 mit der silbernen Vereinsehrennadel und anläßlich des 40jährigen Bestehens mit der goldenen Vereinsehrennadel für besondere Verdienste im Verein. Der Sportverein kann stolz sein, solche Leute wie Manfred Nehrer in seinen Reihen zu haben, denn er ist nicht nur im positiven Sinne ein kritischer Beobachter des Vereinsgeschehens, sondern auch durch seine Hilfsbereitschaft dadurch aufgefallen, dass er wichtige Funktionen innerhalb des Vereins übernommen hat, wenn sich niemand dazu bereiterklärt hatte. Auch seine Frau hat er ins Vereinsgeschehen mit(hin)einb(g)ezogen, wenn sie bei Veranstaltungen dort mithilft, wo sie gebraucht wird. Wir hoffen, dass seine Verdienste noch lange Vorbild sind für die Jüngeren im Verein.

Rainer Schmitt

 
 

7. NIKOLAUS REINHARD

 

 

Als einziges noch lebendes Ehrenmitglied des Vereins hat Nikolaus Reinhard seine Verdienste in der ersten Hälfte der Vereinsgeschichte für den SV Oberotterbach eingebracht.

Bereits in der zweiten Wahlperiode übernahm er als Kassenart eine wichtige Funktion im Verein, als es noch darum ging, den Sportverein aufzubauen und die Voraussetzungen für die Aktiven zu schaffen, nachdem er selbst noch in der "Gründungsmannschaft" des SV Oberotterbach gestanden hat.
1953 bis 1955 übernahm er das Amt des 2. Vorsitzenden bzw. fungierte wieder als Kassenwart, bevor er sich bis 1958 als der Vorstandschaft des Vereins zurückzog, um dann 1 Jahr das Amt des Schriftführers auszuüben. 

1960 übernahm er dann wieder seinem "Metier", das Amt des Kassenwartes, das er dann bis 1971 mit großer Sorgfalt ausfüllte. Seine Maxime war die genaue kassenführung und was für den kleinen Verein immer wichtig war, der Drang zur Sparsamkeit. Danach zog er sich dann in den "ämterlichen" Ruhestand und beobachtete das Vereinsgeschehen mit mehr oder weniger entsprechendem Abstand. Bedauerlicherweise hat er sich was das Vereinsleben betrifft, immer mehr zurückgezogen, ist aber weiterhin als Mitglied dem Verein treu geblieben, was von all seinen Weggefährten beim Sportverein nicht von allen behauptet werden kann. Somit ist er nicht nur einziges Ehrenmitglied des Vereins, sondern auch eines der ältesten Vereinsmitglieder und eines der wenigen noch lebenden Gründungsmitgliedern.

Der SV Oberotterbach ehrte ihn 1975 für seine 25jährige Vereinsmitgliedschaft mit der silbernen Vereinsnadel und ernannte ihn am zum Ehrenmitglied.
Der Sportbund Pfalz ehrte Reinhard beim 25jährigen Jubiläum mit der bronzenen Verbandsehrennadel und anläßlich der 40-Jahr-Feier des Vereins mit der goldenen Vereinsnadel.
Seine langjährige Vereinstätigkeit in verantwortlichen Positionen in der Gründungs- und Aufbauzeit ist sicherlich nur noch von den älteren Vereinsmitgliedern und Altersgenossen entsprechend zu würdigen, aber für alle bewundernswert und vorbildlich ist seine Verbundenheit und Treuen zum Verein bis zum heutigen Tag.

Norbert Held

 
 

8. RUDOLF DREYER

 

 

Obwohl Rudolf Dreyer keine langjähriges Vorstandsmitglied gewesen ist, hat ihm der Verein sehr viel zu verdanken, weil er lieber seiner unterhaltsamen Art, lieber im Hintergrund effektiv gearbeitet hat.

Wie bereits im Kapitel über die Vereinsgründung nachzulesen ist, gehörte Rudolf Dreyer nicht nur zu den Gründungsmitgliedern, sondern war auch einer der Initiatoren der ersten Fußballmannschaft in Oberotterbach. Obwohl er kein Einheimischer war, hat er sich schnell eingelebt und war stets anerkannt, weil er in seiner Jugend ein vielseitiger Sportler war, der in seiner Heimatgemeinde Rülzheim mehrer Sportarten betrieb. 
In seiner aktiven Zeit war er " ein Mann für alle Fälle", was soviel bedeutet, das er auf allen Positionen seine Leistung gebracht hat. Als "Fußballneuling mit 27 Jahren" war er nicht nur als Leistungsträger anerkannt, sondern hatte innerhalb der Mannschaft auch eine führende Position, weil er oft die Initiative ergriff, wenn etwas zu organisieren oder zu feiern war. Da kam ihm seine gesellige und stimmungsvolle Art sehr entgegen, die er bis zu seinem Tod 1997 bewahren konnte. Berits in frühester Zeit hatte er auch die wirtschaftliche Seite des Vereins im Auge und so organisierte er bereits in der Anfangszeit des Vereins Faschingsveranstaltungen und Theaterstücke, damit Geld in die Vereinskasse kam.

Unvergessen ist natürlich seine aktive Mithilfe beim Bau des Sportheims von 1969 bis 1975 und bei der Einrichtung der Trainingsbeleuchtung 1978/79. Da beim Sportheimbau Eigenleistung gefragt wurde, war es für Rudolf Dreyer kein Thema, als Fachmann die elektrische Installation im Sportheim einzurichten. So hat er nicht nur die Leitungen verlegt und angeschlossen, sondern auch sich um das Material gekümmert und so kostengünstig wie möglich besorgt. Auch die Flutlichtanlage am Rasenlatz ist eigentlich sein Werk. Auch hier hat er im Wesentlichen die Materialien vom gebrauchten Gittermasten bis zur Flutlichtlampe besorgt und auf seine Initiative hin auch in Arbeitseinsätzen mit entsprechenden Helfern installiert. Auch später in zunehmendem Alter musste er noch manches Mal die Gittermasten hinaufklettern, um die verbrauchten Birnen zu erneuern. Ein zuverlässiger Ansprechpartner war er selbstverständlich auch, wenn es um die Mithilfe von Vereinsfesten ging, bei denen er gerne auch fast auf "allen Positionen" mitgeholfen hat.
Aber auch im Pensionsalter hat er sich nicht wie viele seiner damaligen Kollegen vom Verein zurückgezogen, sondern hat immer seine Verbundenheit mit dem SV Oberotterbach mit dem Besuch mancher Heimspiele der aktiven Mannschaften gezeigt, war aber auch ein gern gesehener Gast bei den Vereinsveranstaltungen.

Der SV Oberotterbach ehrte seinen "Dreyer Rudi" 1975 mit der silbernen Vereinsnadel und 1990 mit der goldenen Vereinsnadel für seine Vereinstreue und wertvolle Mithilfe im Verein.
Bei seinen Besuchen beim Sportverein war er ein beliebtes Vereinsmitglied, dem in anerkennenswerter Weise sein Herz dem Fußball gehörte. Seit seiner aktiven Zeit war es ihm immer ein Anliegen, für den Verein zu sorgen, weil der Sportverein Oberotterbach auch ein Großteil zu seinem Leben gehörte. Er hatte stets das Wohl des Vereins im Sinn, den er mitgeholfen hat, aus der Taufe zu heben.

Norbert Held

 
 

9. ERNST SONNENDECKER

 

 

Der Name Sonnendecker ist in der Vereinsgeschichte des SV Oberotterbach ein häufig vorkommender Name, weil die Großfamilie "Sonnendecker" zu den fußballbegeistersten Familien in Oberotterbach gehörte. So spielten nicht nur die Onkels von Ernst Sonnendecker, Karl und Otto in der "Gründungsmannschaft", sondern der Neffe startete seine aktive Fußballzeit bereits in den Anfangsjahren des Vereins, wo er auch als Torwart eingesetzt wurde. Später als überdurchschnittlich engagierter Mittelfeldspieler mit guter Technik war er lange Jahre eine tragende und zuverlässige Stütze der Mannschaft, so dass er bis zum 35. Lebensalter aktiv spielte, für die damalige Zeit doch noch ungewöhnlich hoch. Ihm war es vorbehalten, als Spielleiter und Mitspieler, wenn er gebraucht wurde, die erste Meisterschaft für den SV Oberotterbach zu erringen, danach konnte er getrost in der höheren Klasse seine aktive Fusballlaufbahn beenden. Allerdings hat er das Fußballspielen doch noch nicht lassen können und noch 10 Jahre bei den "Alten Herren" mitgespielt, zumindest so lange, wie es die Gesundheit und Fitness zuließ.

In der "Bauphase" des Sportvereins wurde Ernst Sonnendecker auch in die Vorstandschaft berufen und seine Name taucht des öfteren auch als fleißiger Helfer beim Sportplatz- und Sportheimbau auf, weil er die fachlichen und praktischen Fähigkeiten berufsbedingt mitgebracht hatte. So war er bei der Planung, besonders bei der "Vergrößerung" des Sportheims wesentlich beteiligt, wie er auch beim Rohbau bis zum Dach oftmals mitgeholfen hat.
Bei manchen späteren Jahreshauptversammlungen hat er seine Verbundenheit, auch durch aktive Teilnahme, mit dem Verein gezeigt, aber auch durch Besuch der Heimspiele als auch der Vereinsveranstaltungen. Darüberhinaus hat er auch in seiner Zeit als "Hallenwirt" den Verein bei seinen Veranstaltungen in der Otterbachhalle (Fasching, Weihnachten) dort unterstützt, wo es ihm möglich war.

Der SV Oberotterbach ehrte Ernst Sonnendecker 1975 mit der silbernen Vereinsnadel für seine Vereinstreue und gute Mithilfe im Verein.
Leider hat er sich in der 2. Hälfte der Vereinsgeschichte etwas aus der Vereinsverantwortung zurückgezogen, nimmt aber auch heute noch durch die Besuche bei Vereinsveranstltungen verschiedener Art noch am Vereinswesen teil und blieb dem Verein bis heute als Mitglied treu.

Norbert Held

 
 

10. SIEGMAR MASUR

 

 

Auch in der jüngeren Vereinsgeschichte haben sich Leute im besonderen Maße für den SV Oberotterbach engagiert und dafür ist Siegmar Masur ein leuchtendens Beispiel..

Obwohl er kein Oberotterbacher ist und seine Fußballkarriere beim SV Rechtenbach begann, sind seine Verdienste für den Verein höchst anerkennenswert. Er wechselte 1983 vom Nachbarverein, ausschlaggebend war sicherlich die Liebe zu seiner Frau, die aus Oberotterbach stammt und mit der er auch eine "zweite Heimat, nicht nur als Verein, gefunden hat.

Seit seinem Wechsel spielt er nun aktiv in der 1. Mannschaft des SV Oberotterbach und das in einer Art und Weise, wie es vorbildlicher was Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft betrifft, nicht sein könnte. Er erlebte in seiner aktiven Laufbahn mehrere Trainer und machte alle Höhen und Tiefen eines Fußballers mit, Meisterschaft, Aufstieg und Abstieg bis hin zum letzten Tabellenplatz. Siege wußte er zu feiern, aber auch aus den Niederlagen schöpfte er die Kraft, um weiterzumachen und die Situation zu verbessern. So konnte er seine Fußballkarriere bis ins hohe Fußballalter über 40 Jahre fortsetzen, die dann im letzten Jahr beendet hat. Aber wenn Not am Mann ist, läßt er sich sicherlich zu einem Einsatz überreden, körperlich fit genug ist er ja.

Aber nicht nur als aktiver Fußballer hat sich Siegmar Masur seine Verdienste erworben. Bereits 1985 übernahm er auch im Verein Verantwortung in der Vorstandschaft, in dem er als aktiver Spieler das Amt des Spielleiters übernahm und mit Unterbrechung insgesamt 7 Jahre ausübte. Wer einmal dieses Amt begleitet hat, was um die oftmals Schwierigkeit dieser Aufgabe, wenn man bedenkt, dass er oft mit dem Problem des Spielermangels, bei SV Oberotterbach ein durch die Vereinsgeschichte sich ziehendes Problem, konfrontiert wurde. Dennoch gelang es ihm immer, eine funktionsfähige Mannschaft für die Rundenspiele aufzubieten.

War er im Verein nicht Spielleiter, so war er dennoch in der Vorstandschaft vertreten und damit auch zum Mitarbeiten "verdammt", was er aber niemals als Belastung empfand und heute zeigt. So kann er immerhin auf eine 13jährige "Amtszeit" in der Vorstandschaft zurückblicken, in der er einige Jahre bedingt durch seine berufliche Tätigkeit, auch die Schlachtfeste durchzuführen hatte. Darüberhinaus war und ist er bis heute noch immer mit Rat und Tat zur Stelle, wenn es um die Organisation der Vereinsveranstaltungen, wie Kerwebewirtung, Sportfest, Schlachtfest, o.ä. geht. Er übernimmt die ihm zugeteilten Aufgaben in seiner ruhigen Art oftmals freiwillig, wenn sich niemand dazu bereiterklärt und führt sie aber auch zur vollsten Zufriedenheit aus.

In den letzten Jahren, nachdem sein Schwiegervater Kurt Behsler nach seinem Tod nicht mehr beim SV Oberotterbach tätig sein konnte, hat er sich auch dem Sportgelände gewidmet und dabei ist es ihm ein besonderes Anliegen, einen gepflegten Rasenplatz aufweisen zu können. Die Rasenpflege und der gute Allgemeinzustand seit der letzten Rekultivierung 1994 auch des Sportplatzumfeldes ist nicht zuletzt sein Verdienst. Schließlich hat er sich auch in jüngster Vergangenheit nach seiner aktiven Karriere auch dem Frauenfußball verschrieben. Als ein Trainer gesucht wurde, hat sich Siegmar Masur bereiterklärt, die Fußballdamen zu trainieren und der derzeitige Erfolg unter seiner Regie kann sich durchaus sehen lassen.

Mit der Vereinsnadel in Bronze ehrte der SV Oberotterbach Siegmar Masur 1980 anläßlich der 40 Jahr-Feier für seine Verdienste und aktive Mitarbeit und für die Bereitschaft Verantwortung im Verein zu übernehmen.

Dieses vorbildliche Engagement ist sicherlich nur möglich, wenn die Familie dies unterstützt. So ist bei den "Masurs" heute fast die gesamte Familie in den Sportverein miteingebunden, weil seine Frau eine überaus engagierte Helferin bei Vereinsfesten und eine treue Zuschauerin bei Heim- und Auswärtsspielen ist, weil zwei Söhne bereits in der 1. Mannschaft des SV Oberotterbach spielen, weil zwei weiter Söhne in den Jugendmannschaften des SV Oberotterbach aktiv sind und zwei Töchter in Jugend- und Damenmannschaften mitwirken. Eine solche fußballbegeisterte Familie findet man recht selten und wäre für viele andere beispielhaft. Dies untermauert der Einsatz von Vater und Sohn in der gleichen Mannschaft, was sogar die Presse aufgegriffen hat.

Bei allen Einsätzen von Siegmar Masur und seiner Familie spürt man die Fußballbegeisterung, aber auch die Bereitschaft, die Grundlagen dafür zu schaffen, nämlich im Verein engagiert mitzuarbeiten.

Norbert Held

 

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